Förderkreis der Nibelungenfreunde spendet 15 000 Euro für die Technik der Festspiele am Wormser Dom

Artikel aus der Wormser Zeitung:


Von Martina Wirthwein

WORMS – Vor fünf Jahren ist der Freundes- und Förderkreises der Nibelungen-Festspiele Worms angetreten, um mitzuhelfen, das wichtigste Wormser Kulturereignis am Leben zu erhalten. Im Jahr zuvor hatten die 2002 erstmals auf die Bühne gebrachten Festspiele eine kritische Phase durchlaufen. Wegen der Wirtschaftskrise sollten die Festspiele eigentlich ein Jahr pausieren. Intendant Dieter Wedel hatte dann die Notinszenierung „Teufel, Gott und Kaiser“ mit minimalem Aufwand auf die Beine gestellt.

Seitdem setzen sich die Nibelungenfreunde unermüdlich für den Festspielsommer ein, der Jahr für Jahr ein begeistertes Publikum vor die Kulisse des Wormser Doms lockt. Zur Realisierung der technischen Gewerke der Hauptinszenierung am Dom hat der Freundeskreis aktuell 15 000 Euro gespendet. Nicht die erste Spende übrigens. Den Scheck überreichte die Vorsitzende Dr. Sabine von Ehrlich-Treuenstätt.

Der Freundeskreis versucht nicht nur, finanzielle Pfeiler einzurammen, sondern will auch ideell helfen. Getreu dem Motto: „Machen Sie die Nibelungen-Festspiele zu Ihren persönlichen Festspielen“ kommen die aktuell 704 Mitglieder so nah wie sonst nur die unmittelbar am Geschehen Involvierten. Ein Beispiel: In diesem Jahr bietet der Freundeskreis gleich zwei vereinsinterne Exklusiv-Veranstaltungen. Während am 18. Juli ein Probenbesuch im Kalender steht, ist drei Wochen später ein Treffen mit dem Schauspielerensemble geplant.

Sascha Kaiser, Geschäftsführer der Nibelungenfestspiel gGmbH und Petra Simon, Künstlerische Betriebsdirektorin und Prokuristin, freuten sich natürlich riesig über die Spende, die mithelfen soll, die aufwendige Technik zu finanzieren. Diese werde bei der aktuellen Aufführung eine wesentliche unterstützende Rolle spielen und sei obendrein ständiger Weiterentwicklung unterworfen, erläuterte Kaiser. Auf der anderen Seite sei die Technik ein Bereich, der vom Publikum meist eher sekundär wahrgenommen werde, obwohl der angestrebte künstlerische Erfolg ganz maßgeblich von dessen Funktionieren abhänge. Das Hauptaugenmerk liege eher auf Bühnenbild und Kostüme, bestätigte Petra Simon. „Das ist das erste, was man auf der Bühne sieht.“

Weitere Mitglieder sind gerne gesehen im Freundes- und Förderkreis, betonte Sabine von Ehrlich-Treuenstätt.

[Quelle: Wormser Zeitung]