Aus der Presse – PROBENBESUCH Festspiel-Freund

PROBENBESUCH Festspiel-Freunde dürfen einige Szenen live vorm Dom beobachten

WORMS – Wenn der Freundes- und Förderkreis der Nibelungen-Festspiele eine gute Woche vor der Premiere zur Mitgliederversammlung einlädt, dann ist erfahrungsgemäß viel los. Auch diesmal hatten sich für Freitag 300 Mitglieder angemeldet, denn es sollte am Abend wieder ein ganz exklusives Erlebnis geben: einen Einblick in die laufenden Probenarbeiten direkt am Westchor des Domes. Die Festspiel-Freunde waren damit auch dieses Jahr wieder die ersten, die sich einen Einblick in die neue Inszenierung verschaffen konnten. Wer sich anschließend so umhörte, bekam zumeist positive Meinungen zu hören.

Wenn so viele Mitglieder kommen, ist das natürlich eine Herausforderung. Zum Beispiel für die Bewirtung. Die Kultur- und Veranstaltuns gGmbH hatte einmal mehr den Wein gesponsort, aber offenbar nicht mit einem so großen Andrang gerechnet. Der Wein war – sicherlich auch dem prächtigen Abendwetter auf der Terrasse des Wormsers geschuldet – ruckzuck ausgetrunken. Es musste im Lokal Sapori nachgeordert werden. Aber auch die Vorsitzende des Vereines, Dr. Sabine von Ehrlich-Treuenstätt, war beeindruckt, natürlich im positiven Sinne: Alle 500 Lose der traditionellen Tombola konnten verkauft werden. „Da werden wir im kommenden Jahr mehr drucken müssen“, freute sich von Ehrlich-Treuenstätt.

Schließlich ist diese Tombola eine der Einnahmequellen für den Verein, der damit die Festspiele Jahr für Jahr unterstützt. Darüber informierte die Vorsitzende die Mitglieder ausführlich, natürlich mit besonderem Schwerpunkt auf der jüngsten Spende. Stolze 17 000 Euro konnten überreicht werden, 15 000 für den Zug, der Haupt-Requisite dieses Jahr, und 2 000 Euro für den Publikumspreis im Wettbewerb (die WZ berichtete). Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung der Mitgliederzahl. Die ist sogar noch an diesem Abend weiter nach oben gewandert und liegt nun bei rund 850 Mitgliedern.

Der Probenbesuch war aber natürlich das Highlight am Freitagabend. KVG-Geschäftsführer Sascha Kaiser begrüßte die Gäste und Thomas Laue, Dramaturg und ab kommendem Jahr Künstlerischer Leiter, führte ins Geschehen ein. Die Schauspieler probten bereits in ihren Kostümen, sodass die Besucher auch hier einen echten Eindruck vom Stück bekamen. Vor allem aber konnte Regisseur Nuran David Calis quasi bei der Arbeit zugesehen werden. Immer mal wieder ließ er die Probe stoppen, um Details zu verändern oder gab bei laufendem Spiel Anweisungen an die Schauspieler. So konnten die Zuhörer auch ein gutes Stück erkennen, worauf Calis in den Szenen besonderen Wert legt.

Ob ihm das Gesehene gefallen habe? Einer der Festspielfreunde meinte auf diese Frage: „Ich bin hoch motiviert, in die Vorstellung zu gehen!

[Quelle – Wormser Zeitung]